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"Der Weg ist das Ziel".

Meine Motivation: über den Sport schaffe ich die Integration in die Gesellschaft. Im Training und im Wettkampf leiden alle gleich, da macht mein Handicap keinen Unterschied. Seit Ende Oktober ist der Radsport zum Lebensinhalt, zum Lifestyle, geworden. Im Sport kann ich mich als fast Blinder beweisen, mich ausrichten, orientieren und somit mein Selbstbewusstsein steigern. Nebenbei halte ich mich gesund und bin viel leistungsfähiger. Außerdem ist es eine total irre Sache hinten auf einem Tandem zu sitzen, nichts zusehen und dann mit bis zu Tempo 90über den Asphalt zu donnern. Da muss ich meinen Piloten Marcel Kalz im Rennen zu 100% vertrauen.

Meine Ziele: Generell gilt "der Weg ist das Ziel". Damit kann ich mich jeden Tag neu motivieren. Aber nur trainieren ohne wirkliche Ziele wäre ja für die Katz. Mein großes Ziel, mein Traum, ist die Teilnahme bei den Paralympic Rio 2016. Auf den Weg dorthin starte ich natürlich auf nationalen und internationalen Rennen. Nach einer mäßigen Bahnsaison, da war die Vorbereitung zu kurz, starte ich zuerst bei der Tour of Belgien, der Deutschen Meisterschaft in Köln gefolgt von den Weltcuprennen in Italien, der Schweiz und in Deutschland mit dem Ziel Weltmeisterschaften in Notwill (Schweiz).  Bei der Tour of Belgien, ein Mehrtagesrennen mit 5 Etappen, darf ich mit dem Nationaltrikot für Deutschland starten. Für mich als bodenständiger Niederbayer aus Natternberg ein große Ehre meine Heimat international präsentieren zu dürfen.

Mein Training: Mein Alltag ist neben einer 37h Arbeitswoche natürlich vom täglichen Training und einem sportlich gesunden Lebensstil geprägt. Bis zu 7h Training am Wochenende und 2-4h Training an einem Werktag sind mittlerweile Standard. Da kommen dann schon mal 30h Training pro Woche zusammen. An der Stelle möchte ich mich mal bei allen bedanken die mich hierbei unterstützen. Seit Oktober habe ich einen Trainer, Thomas Hohenwarter aus Straubing, der unteranderem einen Radprofi trainiert. Krass, was Tom mir alles auf den Zettel (Trainingsplan) schreibt. Ab und zu gibts dann mal Trainingseinheiten wie "Pyramide des Wahnsinns" oder "Laktat 18 Intervalle",.. ?., er meint dann nur "wenn's den Profis hilft, kann's dir nicht schaden. Mensch ist Mensch" Tja, das ist Tom's Art der Inklusion. Neben Ausdauer, Kraft und Technik wird natürlich auch an meiner Motorik und vor allem auch an meiner Ernährung gearbeitet.

Seit dem Frühjahr habe ich endlich wieder einen Trainingspiloten. Christoph Schönlein aus Plattling. Christoph pilotiert mich auf dem Straßentandem und macht da die langen und eher lockeren Einheiten mit mir. Ebenso kümmert sich Christoph um alle technischen Dinge fürs Tandem. Danke natürlich auch an meine Familie, allen voran meine Mutter, ohne die ich nicht durchs Leben käme.

Die Schwierigkeiten: Neben den Schwierigkeiten die man als sehbehinderter Mensch generell hat, ich bringe es mal auf den Punkt "man hat einfach beschränkte Möglichkeiten", stellt das Training und der Radsport weitere Ansprüche die ich alleine nie bewältigen kann. Aktuell wendet sich für mich vieles zum Guten, dennoch ist das Projekt Paralympics Rio 2016 ein vor allem finanzielle Gratwanderung. Gerade aus gesagt, ich brauche dringend Sponsoren. Die Kosten für Ernährung, Training, Material, Reisekosten, Übernachtungen usw. sind schon enorm. Momentan bekomme ich die meiste Unterstützung aus meiner Familie, die aber das alles nicht finanzieren können. Ebenso bin ich auf der Sponsorenplattform Monaco Founding platziert. Dort kann man ganz einfach Spenden, inkl. Spendenquittung. Am meisten würde mich ein regionaler Sponsor freuen. Als bodenständiger Niederbayer könnte ich dann auch meine  Heimat Niederbayern und die Region Deggendorf repräsentieren.

Fazit: Ich möchte auch ein Stückweit den Behindertensport der Gesellschaft näher bringen. Ich bin ein ganz normal Typ, ok ich bin Blind und mache Radsport, aber sonst will ich "nur" normal sein. Der Sport bietet mir die Möglichkeit dazu. Das ist meine Motivation und meine Leidenschaft. Unterm Strich bin ich nur der "Vaithi" aus Deggendorf, Natternberg, Niederbayern.

Verfasser Pressesprecher Thomas Hohenwarter  tomhoh@gmx.de

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